Zur Kommentierung freigegeben: Nationale VersorgungsLeitlinie zum Kreuzschmerz
16.03.2010
Unter http://www.versorgungsleitlinien.de/themen/kreuzschmerz/index_html kann die NVL bis zum 16. Juni 2010 kritisch begutachtet werden.
Kommentare und Änderungsvorschläge werden online unter http://www.versorgungsleitlinien.de/kontakt oder per email an nvl@azq.de entgegengenommen. Alle interessierten Personen aus Fachkreisen, Betroffenenorganisationen und Betroffene sind eingeladen, von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen. Die eingegangenen Kommentare werden nach Ablauf der Konsultationsfrist gesichtet. Die Autorengruppe entscheidet nach sorgfältiger Prüfung über deren Berücksichtigung.
Kreuzschmerzen gehören zu den am häufigsten angegeben Schmerzen
Kreuzschmerzen sind ein häufiger Grund für Arztbesuche in Deutschland. Sie führen sowohl zu hohen direkten Kosten für Diagnostik und Therapie als auch zu hohen indirekten Kosten für Arbeitsunfähigkeit und Frühberentung. Aufgrund der hohen Prävalenz gibt es eine große Anzahl von Therapieangeboten und viele der Behandlungsmöglichkeiten sind in den letzten Jahren gut untersucht worden. Es liegen zahlreiche RCTs, systematische Reviews und nationale sowie internationale Leitlinien zur Behandlung vor. Dennoch besteht in allen Versorgungsbereichen für Patientinnen/Patienten mit nichtspezifischem Kreuzschmerz Optimierungsbedarf. Insbesondere für die Vernetzung der Einrichtungen auf primärer und sekundärer Versorgungsebene zur inter- bzw. multidisziplinären Bewertung der Behandlungssituation bzgl. „yellow/red flags“ (siehe Kapitel 3 „Diagnostik des Kreuzschmerzes“) besteht Handlungsbedarf. Aber auch die Einrichtungen der tertiären Versorgungsebene sowie der Rehabilitation sind an der Versorgung von Patientinnen/Patienten mit Kreuzschmerzen beteiligt. Daher vereint diese Leitlinie Schlüsselempfehlungen und evidenzbasierte Handlungsempfehlungen verschiedener deutscher und internationaler Leitlinien-Herausgeber zu bestimmten, prioritären Versorgungsproblematiken. Um die spezifischen Gegebenheiten des deutschen Gesundheitssystems auf allen Versorgungsebenen adäquat zu berücksichtigen und die Akzeptanz unter den Anwendenden zu erhöhen, waren alle an der Versorgung Beteiligten in den Erstellungsprozess dieser Leitlinie aktiv mit einbezogen.
Das Programm für Nationale VersorgungsLeitlinien
Das Programm für Nationale VersorgungsLeitlinien steht unter der Trägerschaft von Bundesärztekammer, Kassenärztlicher Bundesvereinigung und der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften. Mit der Durchführung wurde das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin beauftragt. Zu ausgewählten Krankheitsbildern arbeiten Experten verschiedener Organisationen zusammen, um im Rahmen der strukturierten Versorgung chronisch kranker Menschen die angemessene und evidenzbasierte Patientenversorgung darzustellen.
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