Glossar
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Allergene
Substanzen, die allergische Reaktionen auslösen können. Am häufigsten wirken Pflanzenpollen, Hausstaubmilben, Schimmelpilze sowie Tierhaare als Allergene.
Allergenkarenz
Vermeidung von Substanzen, die allergische Reaktionen auslösen können (Allergene).
Allergie
Von einer Allergie spricht man, wenn eine angeborene oder erworbene Veränderung der Reaktionsfähigkeit des Immunsystems gegenüber körperfremden, eigentlich unschädlichen Stoffen vorliegt.
Allergietest
Test zur Ermittlung von Allergieauslösern (Allergenen). Dieser kann durch direkte Reizung der Atemwege durch das Einatmen bestimmter Substanzen oder durch Aufbringen von Substanzen auf die Haut (sog. Hauttest) erfolgen.
allergisches Asthma
Von einem allergischen Asthma spricht man dann, wen die Beschwerden durch bestimmte Stoffe (Tierhaare, Hausstaub, Pollen etc., siehe auch Allergene) hervorgerufen werden.
Siehe auch Asthma
Alveolen
Lungenbläschen am äußeren Ende der Bronchioli, den kleinsten Aufzweigungen der Bronchien.
alternative Heilmethoden
Alternative Heilmethoden, Naturheilmittel oder Naturheilverfahren werden in der Wissenschaft als komplementäre Medizin bezeichnet. Dazu gehören Verfahren zur Diagnose, Behandlung und Vorbeugung, die die konventionelle Medizin ergänzen. Das geschieht durch Konzepte, die in der „Schulmedizin“ üblicherweise nicht vorkommen. Das Spektrum an Methoden und Mitteln in der komplementären Medizin ist verwirrend groß. Dazu zählen bekannte Therapien wie Massagen, Misteltherapie und Kneippanwendungen, aber auch Geistheilung oder Ayurveda. Für viele dieser verfahren liegt derzeit noch kein wissenschaftlicher Nachweis zur Wirksamkeit vor.
(Nach http://www.stiftung-warentest.de/online/gesundheit_kosmetik/meldung/1299645/1299645.html)
Ampelschema
Das Ampelschema ist eine Hilfestellung die gemessenen Peak-Flow-Werte einzuordnen um die Konsequenz für die Medikamenteneinnahme festzustellen.
Anamnese
Vorgeschichte der Erkrankung nach den Angaben des Patienten. Sie wird vom Arzt durch Befragen des Patienten erhoben.
Anschlussheilbehandlung
Eine Anschlussheilbehandlung (AHB) ist definiert als stationäre Leistung zur Rehabilitation, die sich unmittelbar oder in engem zeitlichen Zusammenhang an eine Krankenhausbehandlung anschließt.
Anstrengungs-Asthma
Die Atemwege von Asthmatikern reagieren auf unspezifische Reize wie trockene und kalte Luft überempfindlich und verengen sich. Körperliche Belastung gehört neben Allergien und Infektionen zu den wichtigsten Auslösern eines Asthmaanfalls. In den meisten Fällen ist Anstrengungs-Asthma ein Hinweis auf unzureichende Kontrolle des Krankheitsbildes. Deshalb sollte die Therapie überprüft werden.
Antibiotika
Antibiotika sind Substanzen (Medikamente), die Bakterien, Pilze und andere Mikroorganismen abtöten beziehungsweise in ihrer Vermehrungsfähigkeit beeinträchtigen. Sie haben keine Wirkung auf Viren.
Asthma
(griechisch: "Keuchen"). Auf bestimmte Reize reagieren die Bronchien bei Asthmatikern im Gegensatz zu gesunden Personen überempfindlich.
Die Bronchien verkrampfen und verengen sich, der Betroffene kann die eingeatmete Luft nicht mehr richtig ausatmen und leidet unter Atemnot. Spricht man von „Asthma“, ist tatsächlich oft das „Asthma bronchiale“ genannt.
Asthmaanfall
Bei einem Asthmaanfall verkleinert sich der Durchmesser der Bronchien und die Atemluft kann nicht mehr ungehindert ein- und ausströmen (vor allem das Ausatmen fällt dann sehr schwer). Man erkennt den Asthmaanfall an pfeifender Atmung, trockenem Husten, einem Engegefühl in der Brust oder sogar Luftnot.
Asthmaschulung
In der Asthmaschulung geht es darum zu lernen:
- was im Notfall zu tun ist;
- was in der eigenen Lunge während eines Asthmaanfalls passiert;
- Auslöser ausfindig zu machen und zu vermeiden;
- die Zeichen des eigenen Körpers richtig einzuschätzen;
- ein Peak-flow-Protokoll zu führen;
- warum Asthma entsteht und wie es behandelt werden kann;
- welchen Vorteil körperliches Training für den Asthmatiker hat.
Asthmaschulungen werden von Hausärzten, Lungenfachärzten, Kinderärzten, Akut- und Reha-Kliniken sowie Selbsthilfeorganisationen angeboten.
Asthmasportgruppe
Siehe Lungensportgruppe.
Asthma-Symptome
Siehe Symptome.
Asthmatagebuch
Das Asthmatagebuch dient dem Eintrag der gemessenen aktuellen Peak-Flow-Werte. Neben diesen Werten sollen aber auch andere Besonderheiten ins Asthmatagebuch eingetragen werden, wie z. B.
- persönliche Beschwerden (Husten, Auswurf, Atemnot);
- Einsatz der Notfallmedikamente;
- Besonderheiten, wie nächtliche Atemnot;
- andere Besonderheiten, wie Bronchialinfekt, Fieber.
Atemerleichternde Körperhaltungen
Es gibt ganz bestimmte Körperhaltungen oder Körperstellungen, die das Atmen erleichtern.
Die Bekanntesten sind dabei:
- Seitenlage im Bett, auf der Liege oder Couch;
- Kutschersitz, wobei man im Sitzen die Unterarme auf die etwas gespreizten Oberschenkel legt;
- Reitsitz, wobei man rittlings auf einem Stuhl sitzt und die Arme auf die Stuhllehne legt;
- Torwarthaltung, wobei man sich breitbeinig hinstellt, den Oberkörper vorbeugt und die Hände auf den Oberschenkel legt und den Körper so abstützt;
- Abstützen im Stehen, wobei man sich mit einer Hand an einer Wand oder an einem Baum leicht abstützt.
Atemgymnastik
umfasst eine Vielzahl von Übungen zur Verbesserung der Atmung. Atemgymnastik zielt auf die physiologisch richtig Atmung des Asthmatikers. Dafür sollte die gesamte Atemmuskulatur regelmäßig trainiert sowie die Zwerchfell- (Bauch-) Atmung, Brustatmung und Flankenatmung bewusst geübt werden. Darüber hinaus sollten atemerleichternde Techniken/Körperhaltungen eingeübt werden.
Atemtechnik
Die bekannteste Atemtechnik bei beginnender Atemnot ist die sog. 'Lippenbremse'.
Die Einatemtechnik dient der Erweiterung der Atemwege.
- Atmen Sie extrem langsam und tief ein.
- Halten Sie anschließend die Luft für einige Sekunden an.
Basistherapie
Siehe Dauertherapie.
Bedarfsmedikamente
Bei der medikamentösen Therapie des Asthma müssen zwei Behandlungsstrategien unterschieden werden. Zum einen kommen Medikamente zum Einsatz, die eine akute Atemnot sofort lindern (z. B. raschwirksame Betamimetika). Diese Medikamente werden auch Reliever (englisch relieve = lindern) genannt. Sie wirken sofort und werden je nach Bedarf angewandt. Deshalb werden Reliever auch oft als Bedarfstherapie bezeichnet. An der allgemeinen Krankheitssituation ändern Reliever nichts. Dazu sind Medikamente erforderlich, die eine dauerhafte Kontrolle über die Krankheitsentwicklung ausüben (Dauertherapie). Diese Medikamente werden Controller (englisch control = kontrollieren) genannt.
Siehe auch Controller.
Belastungsasthma
Siehe Anstrengungs-Asthma.
Beta-Blocker
Betablocker sind Medikamente, die den Sauerstoffbedarf des Herzmuskels senken, indem sie die Herzfrequenzsteigerung durch Stress oder Belastung und den damit verbundenen Blutdruckanstieg und die Pumpleistung bremsen.
Betamimetikum
Medikamentengruppe, die wegen ihrer erweiternden Wirkung auf die Bronchien eine große Bedeutung für die Behandlung von Asthma. Sie werden auch Beta2-(Sympatho)Mimetika, Sympathomimetika bzw. Adrenergika genannt. Betamimetika gibt es als rasch wirkendes Spray oder als Pulver (= Notfallspray), aber auch als langwirkendes Spray oder Pulver. Darüber hinaus gibt es Andrenergika/Betamimetika als Tabletten, auch als Retard-Tabletten.
Bluthochdruck
Der Bluthochdruck (auch: Hypertonie) ist eine Kreislauferkrankung, bei der in den Blutgefäßen ein erhöhter Druck herrscht. Laut WHO (World Health Organisation = Weltgesundheitsorganisation) ist ein Blutdruck bis 140/80 mmHg normal, ab 160/95 mmHg sollte behandelt werden.
Bodyplethysmographie
Die Ermittlung des Atemwegswiderstandes und der Lungenkapazität mittels Bodyplethysmograph (kurz ‚Body’)' ist die beste und genaueste Methode zur Bestimmung der Lungenfunktion eines Patienten. Dafür begibt sich der Patient in eine geschlossene, gläserne Messkammer, die an eine Telefonzelle erinnert, und atmet durch ein Rohr, das mit einem Aufzeichnungs- und Analysegerät außerhalb der Messkammer verbunden ist. Die Untersuchung wird vor allem in Lungenfacharztpraxen und in lungenärztlich ausgerichteten Kliniken/Ambulanzen durchgeführt.
Bronchien
(Mehrzahl) Atemwege mit größerem und kleinerem Durchmesser, in denen Luft transportiert wird. Die kleinsten Aufzweigungen heißen Bronchioli.
Einzahl: Bronchus
Bronchitis
Mehrzahl: Bronchitiden. Entzündung der Bronchien.
Bronchodilatator
Ein Medikament, das die zusammengezogenen Muskeln entspannt und damit die Atemwege erweitert. Die Luft kann wieder besser durch die Atemwege fließen.
Bronchokonstriktion
Verkrampfung der Atemwege. Die Bronchien werden von Muskeln umgeben, die sich zusammenziehen und die Bronchien einschnüren. Durch die Verengung kann die Luft nicht mehr ungehindert fließen.
Chronisch
Bezeichnet eine Situation oder eine Krankheit, die längere Zeit vorhanden ist und andauert.
Controller
(englisch: control=kontrollieren). Medikamente zur Dauertherapie, die gegen die Entzündung der Bronchialschleimhaut eingesetzt werden (Basis- oder Dauertherapeutika beim Asthma). Sie müssen langfristig und regelmäßig eingenommen werden, auch wenn die Betroffenen beschwerdefrei sind. Controller beeinflussen die Entzündung der Bronchien. Controller bewirken, dass Betroffene seltener Asthmaanfälle bekommen und eine Verschlechterung der Erkrankung aufgehalten wird. Zu ihnen gehören Kortikosteroide, Leukotrienantagonisten, Theophyllinpräparate.
Siehe auch Bedarfsmedikamente.
Cortison/Corticosteroide
siehe Kortison/Kortikosteroide
Dauertherapie (=Basistherapie)
Diese Form der Behandlung ist erforderlich, wenn eine Krankheit andauert und sich nur langsam verbessert, wie zum Beispiel die Entzündung beim Asthma. Das Medikament zur Dauertherapie muss regelmäßig und im allgemeinen langfristig eingenommen werden, auch wenn die Beschwerden nicht immer gleich stark verspürt werden.
Siehe auch Controller.
Differentialdiagnose
Eine Diagnose ist die Erkennung und Benennung einer Krankheit. Eine Differentialdiagnose dient zur Unterscheidung ähnlicher Krankheitsbilder.
Dosieraerosol
Ein Dosierearosol ist ein Inhalationsgerät zur Abgabe von Asthma-Medikamenten in Form eines Sprays (Aerosols), das bei jedem Sprühstoß (Hub) das Medikament als Gas-Wirkstoff-Gemisch (Aerosol) in bestimmter Menge und gleich bleibender Zusammensetzung zum Inhalieren freigibt.
Einsekundenkapazität
Luftmenge, die bei kräftigster Ausatmung in einer Sekunde ausgestoßen werden kann. Der Wert wird im Zuge der Lungenfunktionsprüfungen ermittelt. Bei Asthma bronchiale sind die Werte zeitweise erheblich verringert.
Exazerbation
Verschlimmerung, Steigerung bzw. Wiederaufbrechen einer Erkrankung (bzw. eines oder mehrerer Symptome) – z. B. Entwicklung eines Asthma-Anfalls.
Hausstaubmilbe
Winzige Organismen, die besonders in feuchtwarmen Wohnungen vorkommen. Die Milben befinden sich im Hausstaub. Ein besonders bevorzugter Aufenthaltsort ist das Schlafzimmer.
Hyperreaktivität
Überempfindlichkeit, Überreaktion.
ICS
Abkürzung für „Inhalative Corticosteroide“ (=Kortison zur Inhalation)
Inhalation
Einnahme eines Medikamentes über die Atemwege. Bei der Inhalation wird der Wirkstoff in Form winziger Teilchen von der Kehle bis in die kleinen Atemwege transportiert. Das Medikament (das Inhalat) wird mit einem Inhalator verabreicht.
Inhalationshilfen
Geräte, die die Aufnahme von Medikamenten in die Atemwege erleichtern sollen (z. B. Autohaler, Turbohaler, Aerolizer u. a.). Informationen über Vor- und Nachteile sowie Handhabung und Reinigung erhalten Sie bei Ihrem Arzt oder in einer Asthmaschulung.
Inhalationstechniken
Asthmamedikamente werden inhaliert (eingeatmet). Dies geschieht mit Hilfe von Dosieraerosolen, Pulverinhalatoren und den entsprechenden Hilfsmitteln. Wichtig ist, den Umgang gemeinsam mit dem behandelnden Arzt und/oder in einer Patientenschulung genau zu erlernen.
Intermittierendes Asthma
Nicht immer sondern nur zeitweise vorhandene Beschwerden.
Siehe auch Persistierendes Asthma.
Kortikosteroide (auch Corticosteroide)
Auf der Grundlage von Kortison hergestellte Medikamente
Kortison (auch Cortison)
Ein körpereigenes, von der Nebenniere produziertes, lebenswichtiges Hormon. Es dient unter anderem der Verhinderung oder Verringerung von allergischen Reaktionen und Entzündungen.
Kutschersitz
Beim Kutschersitz liegen die Unterarme auf den Knien, der Kopf ist nach vorne geneigt, Schultern und Nacken sind entspannt. Schließen Sie die Augen und atmen Sie ruhig und gleichmäßig.
Leukotrienantagonisten
Medikamente, die gegen eine bestimmte Substanz, die Leukotriene wirken (z. B. Montelukast). Leukotriene wirken an der Atemmuskulatur verengend und wirken bei der Entzündung der Atemwege mit.
Lippenbremse
Die „Lippenbremse“ ist eine besondere Atemtechnik. Sie setzt den Atemwiderstand herab und erleichtert die Ausatmung. Legen Sie die Lippen beim Ausatmen so übereinander, dass die Luft nur durch einen schmalen Spalt entweichen kann. Lassen Sie ganz langsam die Luft ausströmen. Dabei sollten Sie die Wangen nur leicht blähen und die Luft langsam ausatmen – nicht herauspressen. Atmen Sie extrem langsam und tief ein. Halten Sie anschließend die Luft für einige Sekunden an. Das erweitert Ihre Atemwege. Anschließend atmen Sie wie beschrieben aus.
Lungenfunktionsprüfungen
Untersuchungsverfahren mit Messgeräten, um die Funktionsfähigkeit der Lunge und die Atemtätigkeit beurteilen zu können. Dazu gehören unter anderem: Peak-Flow-Messung, Spirometrie, Bodyplethysmographie.
Lungensportgruppe
Joggen, Schwimmen, Fahrradfahren, Tanzen - das sind einige der Sportarten, die in Lungensportgruppen betrieben werden. 450 dieser Sportgruppen gibt es inzwischen in Deutschland. Meist sind die Sportgruppen Teil eines Behinderten- oder Rehabilitations-Sportvereins, der je nach Bundesland Mitglied des jeweiligen Landesbehinderten-Sportverbandes (BSV) sein sollte. Für die Gruppen verantwortlich ist ein Übungsleiter. Er muss über eine entsprechende Lizenz des BSV für Asthmasport oder Lungensport verfügen. Die Ausbildung und Lizenzvergabe regelt der Deutsche Behinderten-Sportverband. Jede Lungensportgruppe wird von einem Arzt begleitet.
(nach: http://aerztezeitung.de/docs/2005/05/26/29aa3701.asp?cat=/medizin/sport)
Montelukast
Asthmamittel aus der Gruppe der Leukotrienantagonisten.
Nationale VersorgungsLeitlinie
Bei einer Nationalen VersorgungsLeitlinie handelt es sich um eine Orientierungs- und Entscheidungshilfe über die angemessene ärztliche Vorgehensweise bei speziellen gesundheitlichen Problemen. Sie wird von einer Expertengruppe erstellt, deren Mitglieder verschiedenen medizinischen Fachgesellschaften für das betreffende Erkrankungsgebiet angehören. Die Angaben zu Untersuchungen und Behandlungen der beschrieben Erkrankungen stützen sich auf wissenschaftliche Nachweise. Eine VersorgungsLeitlinie ist aber kein „Kochbuch“ für Ärzte. Jeder Patient hat seine individuelle Krankengeschichte. Das muss der Arzt bei der Behandlung berücksichtigen (siehe auch http://www.versorgungsleitlinien.de).
Peak-Flow-Messung
(peak flow = stärkste Strömung, deutscher Fachbegriff: Messung des Spitzenflusses)
Mit dem Peak-flow-Meter, einem einfachen Gerät, können Sie selbst messen, mit welchem Spitzenfluss Sie ausatmen können. Zuerst wird so viel Luft wie möglich eingeatmet. Dann wird die Luft so kräftig wie möglich in das Mundstück des Peak-Flow-Meters ausgeatmet. Dabei wird ein Kolben im Inneren des Gerätes bewegt und die Anzeige zeigt den maximalen Luftstrom. Die Werte sollten Sie in einem Asthmatagebuch notieren und zum nächsten Arztbesuch mitbringen.
Peak-Flow-Meter
Gerät zur Peak-Flow-Messung.
Peak-Flow-Protokoll
Dient der täglichen Aufzeichnung der Ergebnisse der Peak-Flow-Messung und ist ein Teil des Asthmatagebuches.
Peak-Flow-Variabilität
Für einen Asthmatiker typische Unterschiede in den Peak-Flow-Werten, die zwischen eher guten und schlechten Werten schwanken.
Peak-Flow-Wert
Ergebnis der Peak-Flow-Messung.
Persistierendes Asthma
Es wird zwischen intermittierendem (zeitweilig aussetzendem) und persistierendem (beharrendem) Asthma unterschieden, wobei das persistierende Asthma in persistierend leicht, persistierend mittelschwer und persistierend schwer eingeteilt wird.
Pneumologe
Facharzt für Lungenkrankheiten.
Pulverinhalator
Arzneimittelbehältnis, in dem der Wirkstoff als feines Pulver vorliegt. Der Wirkstoff wird durch den Atemzug in die Lunge transportiert.
Rehabilitation
Alle medizinischen, psychotherapeutischen, sozialen und beruflichen Maßnahmen, die eine Wiedereingliederung eines Kranken in Familie, Gesellschaft und Berufsleben zum Ziel haben. Diese Maßnahmen sollen es den Patienten ermöglichen, besser mit krankheitsbedingten Problemen fertig zu werden. Sie schließen sich in der Regel an eine stationäre Heilbehandlung an.
Reliever
Siehe Bedarfsmedikamente.
Retard-Tabletten
Tabletten, deren Wirkung lange anhält.
Spacer
Eine Art Mundstück mit einer größeren Luftkammer, die auf das Dosieraerosol bzw. den Pulverinhalator aufgesetzt wird. Die luftgefüllte Kammer des Spacers wird durch einen Sprühstoß mit Tröpfchen oder Pulvernebel gefüllt. Der Inhalt des Spacers wird eingeatmet. Viele der größeren Medikamententeilchen, die sowieso nicht die kleineren Atemwege erreichen können, bleiben auf diese Weise am Spacer hängen und nicht an der Mundschleimhaut.
Spirometrie
Lungenfunktionsprüfung mit Messung des Lungenvolumens und der Einsekundenkapazität.
Ständige Impfkommission
Die ständige Impfkommission - abgekürzt STIKO - besteht aus 16 Experten, die vom Bundesminister für Gesundheit berufen werden. Diese treffen sich zweimal jährlich, um sich mit den gesundheitspolitisch wichtigen Fragen zu Schutzimpfungen und Infektionskrankheiten in Forschung und Praxis zu beschäftigen und entsprechende Richtlinien herauszugeben. Ihren Sitz hat die STIKO am Robert-Koch-Institut in Berlin.
Stufenschema
Behandlungsplan, in dem unterschiedliche Medikamente oder das Zusammenspiel einzelner Medikamente für unterschiedliche Ausprägungen (Schweregrade) der Beschwerden vorgesehen sind. Diese Art von Behandlungsplan stellt für Ärzte und Patienten sowohl eine Orientierungshilfe als auch einen Behandlungswegweiser dar.
Sympatomimetika
Siehe Betamimetika.
Symptome
Anzeichen, Hinweise auf eine Krankheit. Zum Beispiel Husten und pfeifendes Atemgeräusch bei Asthma.
Systemische Therapie
Behandlung mit Medikamenten (z.B. mit Kortison-Tabletten), die nicht nur an der gewünschten Stelle des Körpers (z.B. Bronchien) wirken, sondern überall dort, wo sie durch den Blutkreislauf hingebracht werden.
Die systemische Therapie steht im Gegensatz zur topischen Therapie.
Theophyllin
Asthmamittel, welches mit Koffein/Teein chemisch verwandt ist. Es wirkt entspannend auf die Bronchien. Wegen möglicher Nebenwirkungen – insbesondere bei hoher Dosis – muss die Einnahme regelmäßig durch Blutuntersuchen beim Arzt überwacht werden.
Topische Medikamente
Bei der topischen Therapie kommt die Wirksubstanz - z.B. Kortison als Inhalat (ICS)- nur an die Organe - z.B. Bronchien -, wo die Wirkung auch erzielt werden soll.
Torwarthaltung
Bei der Torwarthaltung stehen Sie breitbeinig und stützen die Hände bei leicht vorgebeugtem Oberkörper auf den Oberschenkeln ab.
Trigger
Reize, Auslöser einer Überreaktion (zum Beispiel einer Asthmaverschlechterung) bei dafür empfindlichen Personen.
Triggervermeidung
Siehe Allergenkarenz.
Quellen des Glossars:
- BÄK, AWMF, KBV, GPP, DGP, DGIM, DEGAM, AkdÄ, Deutsche Atemwegsliga (Hrsg). Nationale Versorgungsleitlinie Asthma 2005. Berlin, http://www.versorgungsleitlinien.de
- Deutsche Atemwegsliga. Info Asthmasport. Bad Lippspringe 2001. http://www.atemwegsliga.de/pages/download_info.php3
- Medizinisches Wissensnetzwerk evidence.de der Universität Witten/Herdecke. Patientenleitlinie Asthma 2004. http://www.patientenleitlinien.de/Asthma/asthma.html
- Patientenliga Atemwegserkrankungen. Patientenwörterbuch Lunge. Dienheim ohne Jahreszahl. http://www.patientenliga-atemwegserkrankungen.de/index-glossar.html
- Steurer-Stey C,Heitz M, Wildhaber J. Glossar, Asthmainfo.ch, Zürich 2003. http://www.asthmainfo.ch
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