NVL COPD - Kommentare
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Kommentar - Facharzt / Hessen 22.05.06 Bei der Schweregradeinteilung der stabilen COPD wird die Spirometrie als Scalierungsinstrument eingesetzt. Dazu werden Sollwerte herangezogen, die die Abweichung des Messwertes werten lassen. Sollwerte werden von den mir bekannten Herstellern aber nur für maximal 70jährige Patienten angegeben. Da in der Geriatrie das mittlere Alter unserer stationär behandelten Patienten etwa 82 Jahre beträgt, muss ich mit Sollwerten für 70jährige arbeiten, da ich ich keine Software finde, die Sollwerte für hochaltrige Menschen bereitstellt. Es sollte einen Hinweis geben, wie bei hochaltrigen Patienten eine Funktionsmessung zu bewerten ist und wie diese zu den Schweregradeinteilungen korreliert. Oder sind Ihnen Sollwerte für hochaltrige Patienten bekannt? |
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Antwort 1 - Rehabilitationsmediziner / Bayern 28.05.06 |
| Antwort 2 - Pneumologe / Schleswig-Holstein 29.05.06 Der Kollege hat recht. Dies ist eine der Schwachstellen der GOLD Klassifikation. Wir müssen jedoch in Ermangelung besserer Daten mit dem Vorhandenen arbeiten. |
| Antwort 3 - Allgemeinmediziner / Nordrhein-Westfalen 29.05.06 Ich weiß keine Antwort. Das Problem besteht auch in anderen Bereichen. Selbst für den Hochdruck ab 80 Jahren aufwärts gibt es keine evidence-gesicherten Indikationswerte zur Behandlung. Ich glaube, wir werden es nicht beantworten können. Als Allgemeinarzt habe ich allerdings auch die Frage, ob man bei jemandem, der dies Alter erreicht hat, überhaupt in allen Fällen eine Einordnung vornehmen würde - bei einer Therapie, die selbst wenig verändert und wahrscheinlich dann in diesem Alter keine Teilreversibilität mehr erwarten lässt. Als Hausärzte würden wir manche dieser Patienten vielleicht gar nicht erst messen. |
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