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2. Symptome, Risikofaktoren und Prognose


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[Hintergrund und Evidenz] 

Symptome

2-1

Eine regelmäßige Untersuchung der Augen ist unerlässlich, da die Initialstadien der diabetischen Retinopathie für den Patienten symptomlos verlaufen.

Statement

2-2

Warnzeichen, die auf Netzhautkomplikationen hindeuten, sind:

  • plötzliche Visusveränderungen oder
  • nicht korrigierbare Visusverschlechterungen;
    • wenn die Makula betroffen ist:
      • Leseschwierigkeiten bis zum Verlust der Lesefähigkeit,
      • Farbsinnstörungen,
      • eine allgemeine Sehverschlechterung im Sinne von Verschwommensehen,
      • „Rußregen“ vor dem Auge durch Glaskörperblutungen bis zur praktischen Erblindung durch persistierende Glaskörperblutungen oder bei traktiven Netzhautablösungen.

Statement

Risikofaktoren

2-3

Wesentliche Risikofaktoren für die Entstehung einer diabetischen Retinopathie und/oder Makulopathie sind:

  • die chronische Hyperglykämie;
  • die Diabetesdauer;
  • das Vorliegen/der Grad einer arteriellen Hypertonie.

Statement

Risikostratifizierung

Tabelle 3: Risikostratifizierung und Untersuchungszeitpunkte

Zustand/Beschwerden des Patienten

Untersuchungstermin Augenarzt

Erstdiagnose Typ-2-Diabetes

Zeitnah zur Statuserhebung

Diagnostizierter Typ-2-Diabetes ohne
bekannte Retino-/Makulopathie

1 x jährlich

Neu auftretende Symptome wie z. B.:

  • Sehverlust;
  • Leseschwierigkeiten;
  • Farbsinnstörungen;
  • Sehverschlechterung, Verschwommensehen;
  • „Rußregen“ vor den Augen.

Sofort

Diagnostizierte Retino-/Makulopathie

Nach Festlegung des Augenarztes

Prognose

2-4

Die Prognose der Veränderungen am Augenhintergrund wird durch die zuvor genannten Risikofaktoren und durch eine im Krankheitsverlauf möglichst frühzeitige Diagnose der Veränderungen an Retina und/oder Makula bestimmt.

Statement

 

Zuletzt geändert: 22.06.2009
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Zuletzt geändert: 22.06.2009
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