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6. Basisdiagnostik bei KHK


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[Hintergrund und Evidenz]

 

Die Art und Intensität des diagnostischen Vorgehens richtet sich nach der Art der Beschwerden, der Versorgungsebene und der (Prätest-) Wahrscheinlichkeit für die KHK-Anamnese.

Anamnese

Das Symptom der „Angina pectoris“ zeichnet sich durch folgende Kriterien aus:

Lokalisation

Retrosternal, Ausstrahlung links > rechts, Kiefer, Nacken, Oberbauch, Rücken; in einigen Fällen komplett andere Region mit Ausstrahlung in den Thorax; Thorax manchmal überhaupt nicht betroffen.

Auslösemechanismen

Bei körperlicher oder emotionaler Belastung, Kälte, opulentem Essen etc.

Art

Enge / Druckgefühl, manchmal mit Brennen oder isoliert als Atemnot.

Dauer

Minutenlang im Zusammenhang mit Auslösemechanismus, nicht länger als 20 Minuten.

Die Wahrscheinlichkeit für eine KHK wird außerdem durch folgende Faktoren beeinflusst:

  • Alter;
  • Geschlecht;
  • Hyperlipidämie;
  • Diabetes mellitus;
  • Arterielle Hypertonie;
  • Rauchen;
  • Adipositas;
  • Bewegungsmangel;
  • familiäre Atherosklerosemanifestation vor dem 55. Lbj. (Männer) / vor dem 65. Lbj. (Frauen) – Verwandte 1. Grades;
  • psychosoziale Faktoren;
  • früheres Inanspruchnahme-Verhalten (z. B.: Neigung zur Somatisierung).

 

 

Körperliche/technische Untersuchungen

Untersuchung von Herz- und Gefäßsystem

Herz / Lunge – Auskultation (Aortenklappenstenose?);
Gefäßstatus (peripher, Carotis);
Größe / Gewicht (BMI).

Zeichen der Herzinsuffizienz

Lunge, Lebergröße;
Einflussstauung, feuchte Rasselgeräusche, periphere Ödeme.

Technische Untersuchung

Blutdruckmessung;
Ruhe-EKG mit 12 Ableitungen.

 

 

Laboruntersuchungen

Laborchemische Untersuchungen leisten zur Diagnose einer chronischen KHK nur einen geringen Beitrag. Ein Kleines Blutbild kann helfen, eine Anämie festzustellen. Lipide und Blutzucker dienen der Erhebung des Risikostatus.
Lebensqualität

(s. Kapitel 14: Hausärztliche Langzeitbetreuung)

 

 

Zuletzt geändert: 12.04.2011
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