10. Risikofaktoren-Management, Prävention
Fettstoffwechselstörungen
Hypertonie
Diabetes mellitus
Psychosoziale Faktoren/Lebensqualität
Lebensstil: Ernährung, Rauchen, Training, Gewicht
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Fettstoffwechselstörungen |
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| Die LDL-Cholesterinsenkung ist bei KHK-Patienten mit einer Verlangsamung der Atherosklerose und Reduktion von kardiovaskulären Ereignissen und Letalität verbunden. | |
| 10-1 Anpassung der Ernährung, Gewichtsreduktion und regelmäßiges körperliches Training sollen die Basis jeder fettmodifizierenden Therapie darstellen, sie sind aber in der Regel alleine nicht ausreichend. |
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| 10-2 Im Rahmen einer medikamentösen Lipid-Senkung stellen aufgrund der überlegenen Datenlage Statine die Medikamente der ersten Wahl dar. |
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| 10-3 Alle Patienten mit koronarer Herzkrankheit sollen ein Statin erhalten, da bei ihnen Statine auch unabhängig vom Ausgangswert des LDL-Cholesterins zu einer signifikanten Verbesserung der Prognose führen. |
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S. auch Kapitel 11. Medikamentöse Therapie, Cholesterinsenkende Medikamente |
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Diabetes mellitus |
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| Patienten mit KHK und Diabetes gehören zu einer Hochrisikogruppe, die ein besonders strenges Risikofaktoren-Management erfordern. Die Therapieziele sind: | |
| 10-7 Normoglykämische Blutzuckereinstellung. |
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| 10-8 Blutdrucksenkung < 130 / 80 mmHg. |
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10-9 |
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| s. auch: Nationale Versorgungsleitlinie Typ-2-Diabetes, http://www.diabetes.versorgungsleitlinien.de |
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Rauchen |
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| 10-15 Die vollständige Beendigung des Rauchens (Abstinenz) ist die wichtigste therapeutische Einzelmaßname bei Patienten mit Gefäßerkrankungen. |
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10-16 |
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| 10-17 Es ist festzustellen, ob der Raucher zu dieser Zeit bereit ist, einen Ausstiegsversuch zu beginnen. Für änderungsbereite Raucher sollen – je nach Bedarf – nichtmedikamentöse und medikamentöse Hilfen zur Raucherentwöhnung zur Verfügung gestellt werden. |
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| Für die Wirksamkeit einiger nichtmedikamentöser Verfahren zur Raucherentwöhnung wie z. B. für die ärztliche Beratung, für Selbsthilfeinterventionen, aber insbesondere auch für verhaltenstherapeutische Methoden gibt es gute Belege. | |
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Die Wirksamkeit von Nikotin hinsichtlich der Verbesserung der Abstinenzrate ist anhand klinischer Studien nachgewiesen. |
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S. auch: AkdÄ-Therapieempfehlungen Tabakabhängigkeit, |
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Training |
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| Durch regelmäßiges körperliches Training kann die Morbidität von KHK-Patienten gesenkt und die Lebensqualität erhöht werden. | |
| 10-18 Als Anhalt wird ein regelmäßiges aerobes Ausdauertraining (3-7 x pro Woche, je 15-60 Minuten) bei 40-60 % der maximalen Leistungsfähigkeit und im ischämiefreien Bereich empfohlen. |
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Übergewicht |
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| Body Mass Index und Taillenumfang korrelieren mit der Häufigkeit von KHK, Herzinsuffizienz, Diabetes mellitus Typ-2, arterieller Hypertonie, Fettstoffwechselstörungen und Störungen der Hämostase. | |
| 10-19 Patienten mit einem Body Mass Index von 27-35 kg/m² und einer KHK ist nahe zu legen, ihr Gewicht innerhalb der nächsten 6 Monate um 5-10 % zu reduzieren. |
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| 10-20 Patienten mit einem Body Mass Index > 35 kg/m² wird empfohlen, ihr Gewicht innerhalb der nächsten 6 Monate um mehr als 10 % zu reduzieren. |
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