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4. Schweregrade und Klassifzierungen


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[Hintergrund und Evidenz]

 

Stabile Angina pectoris

Einteilung der Schweregrade der stabilen Angina pectoris nach der Canadian Cardiovascular Society (CCS)

Definition: Durch körperliche oder psychische Belastung reproduzierbarer Thoraxschmerz, verschwindet in Ruhe oder nach Gabe von Nitroglyzerin.

Schweregrade der stabilen Angina pectoris

 

Tabelle 5: Klassifikation der instabilen Angina pectoris (AP)

 

 

 

Klinische Umstände

 

 

Klasse A

Klasse B

Klasse C

Schweregrad

Klasse I
Neu aufgetretene schwere oder
zunehmende AP,
keine Ruhe-AP

IA

IB

IC

 

Klasse II
Ruhe-AP im letzten Monat, aber
nicht inden letzten 48h
(subakute AP)

IIA

IIB

IIC

 

Klasse III
Ruhe-AP innerhalbder letzten 48h
(akute Ruhe-AP)

IIIA

IIIB Troponin neg.
IIIB Troponin pos.

IIIC

Klasse A: Patienten mit einer extrakardialen Ursache (sekundäre AP)
Klasse B: Patienten ohne extrakardiale Ursache (primär instabile AP)
Klasse C: Patienten 2 Wochen nach Myokardinfarkt (postinfarzielle AP)

 

 

 

Akutes Koronarsyndrom

Unter dem Begriff Akutes Koronarsyndrom werden die Phasen der koronaren Herzerkrankung zusammengefasst, die unmittelbar lebensbedrohlich sind. In der klinischen Praxis sind dies die instabile Angina pectoris, der akute Myokardinfarkt und der plötzliche Herztod. Es hat sich in den letzten Jahren durchgesetzt, Patienten anhand des EKG in die Gruppen mit (STEMI) und ohne ST-Streckenhebung (NSTEMI / instabile Angina) zu unterscheiden.

In der Symptomatik besteht zwischen instabiler Angina pectoris / NSTEMI und STEMI ein fließender Übergang. Leitsymptom ist der retrosternal betonte Brustschmerz, häufig mit Ausstrahlung in Nacken, Hals, Kiefer, Arme oder Oberbauch, oft verbunden mit Luftnot, Schweißausbruch, Übelkeit oder anderen vegetativen Zeichen sowie dem Gefühl der Lebensbedrohung. Bei älteren Patienten, bei Frauen und bei Diabetikern kann die Symptomatik auch stark atypisch bzw. maskiert sein. Charakteristisch für den ST-Streckenhebungsinfarkt ist eine länger anhaltende (> 20 min) und nitrorefraktäre Schmerzsymptomatik. Häufig sind dem eigentlichen Infarkt in den letzten Stunden oder Tagen kurze Schmerzattacken unter geringer Belastung oder sogar im Ruhezustand vorausgegangen.

Quelle:

DGK-Leitlinie: Akutes Koronarsyndrom (ACS) Teil 1: ACS ohne persistierende ST-Hebung   http://www.dgk.org/leitlinien/LL_Akutes_Koronarsyndrom.pdf

DGK-Leitlinien: Akutes Koronarsyndrom (ACS) Teil 2: Akutes Koronarsyndrom mit ST-Hebung
http://www.dgk.org/leitlinien/LL_ACS_Teil_2.pdf

Bei Verdacht auf Akutes Koronarsyndrom: Stationäre Einweisung !
(Siehe Verweis in Kapitel 8. Differenzialdiagnose)

 

Zuletzt geändert: 12.04.2011
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